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Erläuterung #2 zu meiner Kunsttheorie

Hajo Horstmann Publié: 18 août, 2017 / Modifié: 30 août, 2017
Erläuterung #2 zu meiner Kunsttheorie
Fortsetzung von Erläuterung #1. Bitte diese daher lesen, bevor Erläuterung #2 angeschaut wird!

> Interne Modalitäten
Zu den internen Modalitäten, den vorgegebenen Bedingtheiten des menschlichen Lebens, der Art und Weise unseres Seins, gehört auch die Ohnmacht des Menschen gegenüber dem Schicksal des Todes. Der Tod, der zum Leben alles Lebendigen gehört und der für uns Menschen oft als Erlösung von Qualen kommt, wird schwer erträglich, wenn er einen jungen Menschen trifft, bevor dieser seine Lebensperspektive realisieren konnte. Als Bildhauer versuchte ich mich - auf meine Art - von der Ohnmacht des Nicht-Helfen-Könnens durch künstlerische Arbeit zu befreien, indem ich die beiden lebensgroßen Lindenholz-Skulpturen «Sahel-Madonna» und «Das verhungerte Kind» schnitzte.

Eine weitere interne Modalität ist meiner Meinung nach die für das Überleben wichtige Tatsache, dass wir das momentan Gesehene richtig deuten, das heißt, es - durch Ver-gleich mit aus früheren Seh-Erfahrungen gewonnenen und im Gedächtnis gespeicherten Engrammen - richtig einordnen können. Dieser uns unbewusste «Zwang» wird vom Säuglingsalter an trainiert. Die abstrakten, «gegenstandslosen» Kunstwerke können als Versuche von visuellen Künstlern angesehen werden, sich von dieser Modalität zu befreien. (Hier möchte ich Platon und Aristoteles widersprechen, die die künstlerische Tätigkeit nur als Nachahmung (mimesis) von bereits Existierendem interpretierten).

Ich denke, selbst das eigene «ich» gehört zu den internen Modalitäten, den Art-und -Weisen unserer Existenz, den von und unabhängigen Bedingtheiten des Lebens. Ein Bildkünstler, - auch ein Tonkünstler (Komponist) und Wortkünstler (Dichter in Poesie und Prosa) - kann sich mit seinem Kunstwerk von der Dualität «Ich versus Nicht-Ich» oder «Ich versus Welt» «befreien».

Hajo Horstmann, Erlangen, Deutschland, 18-8-2017.
49 (0)9131-52918
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